hochzeit auf dem lande



bedeutet bei den Bammanns, dass am Polterabend seine Hose verbrannt und ihre Schuhe ans Dach genagelt wurden. Zwei Tage später in der Kirche sahen sie aber schon wieder recht adrett aus.
(warum Bräute bei ihrer Hochzeit immer so eine Art Helmfrisur haben müssen, ist dabei noch nicht abschliessend geklärt). Die schöne Landhochzeit wurde untermalt von einer Band, die ihr Repertoire wahrscheinlich gegen Ende der siebziger Jahre zusammengestellt und seitdem nie wieder verändert hat. Der Stimmung tat das in Zeiten des Schlager-Revivals keinen Abbruch.
Und das Mitternachtsbuffet: Ein Gedicht!!
Und nun dürfen die beiden nach Rom fahren. Haben die es gut...
müssen hamburger neuerdings weniger?
Der Nachbar zieht nach Brasilien. Deshalb wurde heute zum Abschied Extrem-Samba im Red Dog getanzt. Wer es nicht kennt: Das Red Dog ist eines der vielen zu Kneipen umgebauten Klohäuschen an Hamburgs schönsten Plätzen. Sehr hübsch, denke ich mir. und man kann hier auch rauschende Hochzeitsfeste mit bis zu 30 Leuten feiern. Aber: Mussten die Hamburger früher mehr als heute? Oder warum hat man die Dinger nicht gleich als Ausflugskneipen gebaut?
Nachtrag: Im Laufe der Nacht bekam der irakische Wirt einen Anruf, dass sein Cousin in Bagdad gerade umgekommen sei. So ist plötzlich das, was weit weg schien, ganz nah.
olivenkuchen
6 EL Olivenöl und 10 EL Wasser mit 250 g Mehl zu einem Teig kneten und für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.
1 Zwiebel in Würfel schneiden und in der Pfanne anbraten, bis sie glasig ist.
1 TK-Packung Spinat zur Zwiebel dazugeben. Mit Pfeffer und evtl. Knoblauch würzen.
Den Teig ausrollen und in eine Springform geben, aus einer Rolle einen kleinen Rand formen. Spinat darauf geben.
150 g schwarze Oliven und obendrauf ein paar Thymian-Zweige legen.
Im Backofen bei 200 C ca. 25 Minuten backen.
freitag, dreizehnuhrdreißig

Stunde der Dokumentarinnen - heute auf die Mittagspause vorverlegt.
kriegslied
‘s ist Krieg! ‘s ist Krieg! O Gottes Engel wehre
und rede Du darein!
‘s ist leider Krieg – und ich begehre
nicht schuld daran zu sein!
Was sollt‘ ich machen, wenn im Schlaf mit Grämen
und blutig, bleich und blaß
die Geister der Erschlagnen zu mir kämen
und vor mir weinten, was?
Wenn wackre Männer, die sich Ehre suchten,
verstümmelt und halb tot
im Staub sich vor mir wälzten und mir fluchten
in ihrer Todesnot?
Wenn tausend, tausend Väter, Mütter, Bräute,
so glücklich vor dem Krieg,
nun alle elend, alle arme Leute,
wehklagten über mich?
Wenn Hunger, böse Seuch‘ und ihre Nöten
Freund, Freund und Feind ins Grab
versammleten und mir zu Ehren krähten
von einer Leich herab?
Was hülf‘ mir Kron‘ und Land und Gold und Ehre?
Die könnten mich nicht freun!
‘s ist leider Krieg – und ich begehre
nicht schuld daran zu sein!
Matthias Claudius
Inspiriert, es zur Aufführung zu bringen, hat mich der Bücherfreund
krieg?
Findet auch ohne mich statt. Ich kann also ins Bett gehen. Muss mich nicht um zwei Uhr nachts vor den Fernseher setzen. Irrglaube vieler Mitbürger, ihre Anwesenheit auf dem Sofa bei diversen Nachrichtenmagazinen und Brennpunkten könnte für die Welt wichtig sein. Ich gebe mich da keinerlei Illusion hin und flüchte ins Reich der Träume.