frühjahrsputz

waschmadiewäschmorgens um sieben: Tuch um den Kopf, Schrubber raus und stundenlanges Fernsehen vor der Waschmaschine. Ich entspanne mich, indem ich dem gleichförmigen Geräusch lausche und mir vorstelle, wie meine Vorhänge kurz darauf frühlingsfrisch im Wind wehen werden. Doch davor steht das Fensterputzen. Die Dinger gehen nach außen auf. Wer sammelt mich auf, wenn ich mit dem Wischtuch in der Hand abstürze?

Wozu habe ich eigentlich einen Putzmann?

lieblingsplätze:

Fernweh in die Lieblingsstadt. Schöne Bilder locken in die Ferne. Das schreit nach einem verlängerten Wochenende. Mein letzter Rom-Besuch war im Heiligen Jahr.

streik bei der bahn

bleibt weitgehend unbemerkt. Ist ja egal, ob die Bahn deshalb ausfällt, weil der Lokführer streikt, oder weil die Lok streikt (bzw. gar keine vorhanden ist) oder aus irgendeinem anderen Grund. Der Vorteil beim Streik ist der, dass auf den Bahnsteigen Kaffee ausgeschenkt wird.

heute gefunden:

In·spi·ra·ti'on (f.; -, -en) 1 Anregung, Einfall 2 Erleuchtung, Eingebung 3 Einatmung; Ggs Expiration [<lat. inspiratio "das Einhauchen, Eingebung"]

Hatte ich schon ganz vergessen: Bei N. brauche ich nicht lange zu suchen, um sie zu finden, nach der ich so lange gesucht habe. Plötzlich wird mir die Magie der Bilder eben so bewusst, wie meine eigene Kreativität. Ideen schweben mir durch den Kopf, sie wiegen sich hin und her, bis sie sich irgendwann einmal setzen und danach verlangen, umgesetzt zu werden. Nein, ich habe nicht viel getrunken. Bin auch nicht euphorisch. Nur zufrieden und am Anfang meiner Ziele.

Beim gestrigen Wein mit S. festgestellt, dass das letzte Jahr so vor sich hin plätscherte. Hingegen dieses mit einem Paukenschlag begann: Kriegsangst, Zukunftsangst, harte Auseinandersetzungen prägen die Welt um uns herum und versauen die Stimmung. Nichts ist wie früher. Ist die Stimmung wirklich so schlecht, wie sie sich anfühlt?